Am Freitag, 31. Juli hatte Pfarrer Thomas Kohlhepp mit Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung zum Hebmahl und dem dazu gehörigen Richtspruch eingeladen. Unter den Mitfeiernden waren Vertreter der Firma Alt, Zimmerei Blödt, Architekt Sebastian Grundler und sein Team der 2G Architekten, Pfarrvikar Robert Amandu, Bürgermeister Richard Kammerer und die umliegenden Nachbarn. „Heute feiern wir eine alte Tradition. Das Richtfest erinnert daran, dass ein Haus niemals nur das Werk eines Einzelnen ist. Es entsteht durch viele Hände, viele Köpfe und vor allem durch ein gutes Miteinander.“, so Pfarrer Kohlhepp. Die Gremien und der Geistliche blicken auf einige Jahre Vorplanungen zurück. Nach vielen Gesprächen, auch mit dem Bischöflichen Ordinariat in Regensburg, kam von dort im Oktober 2021 die Befürwortung dieser Baumaßnahme. Das Baugrundgutachten im April 2022 zeigte, es kann auf dem Grundstück neben der Pfarrkirche gebaut werden. Im Juli 2022 wurde das Konzept für den Neubau in einer Pfarrversammlung vorgestellt. Nach vielen unterschiedlichen Genehmigungen und Gesprächen mit verschiedenen Behörden und Kommissionen fand im März 2026 der Spatenstich statt. Jetzt im Juli konnte nun das Hebmahl stattfinden. Die großen Balken sind gehoben, die Zimmerei macht sich an das Dach. „Die Mitarbeiter der bisher beteiligten Gewerke – vor allem der Firmen Alt und Blödt – leisteten Beachtliches mit viel Know-How, Geduld und Spucke.“, so Pfarrer Kohlhepp. Er stellte weiter fest, es wächst, es gedeiht, es wird schön. Pfarrer Kohlhepp hat noch einen Wunsch an alle, die den Bau weiter begleiten: Mögen die restlichen Arbeiten genauso gut gelingen, wie die bisherigen. Mögen Termine möglichst eingehalten werden und Überraschungen möglichst klein bleiben. Vor allem aber wünsche er diesem Haus etwas, das man mit Geld nicht kaufen kann: Leben. Möge hier in naher Zukunft gelacht, geweint, gesungen, geschwiegen, diskutiert, angenommen, gebetet, getrauert und gefeiert werden. Im Anschluss wurde von Zimmerermeister Adrian Blödt in luftigen Höhen der Richtspruch gesprochen. Darin konnten die Anwesenden hören: „Als Pfarrheim sei es offene Tür, für Alt und Jung im Orte hier, für Rat und Tat, für Freud und Lachen, für Andacht – und auch andre Sachen.“ Im weiteren Text vom Zimmerer hieß es: „Das Glas soll nun zu Boden springen, dem Bau und Mantel Glück bringen, zerschellt das Glas in Scherben klein, soll Gottes Segen bei euch sein!“ Ein kleiner Umtrunk mit einem gemeinsamen Essen auf der Baustelle bildete den Abschluss und ließ das eine oder andere Gespräch zu.

Text und Bilder: Priska Hofmann