Am Gründonnerstag 2. April feierte Pfarrvikar Robert Amandu mit den Gläubigen der katholischen Pfarrgemeinde den Beginn des Oster-Triduums – also die dreitägige Feier vom Leiden und Sterben und von der Auferstehung Jesu. „Am Gründonnerstag feiern wir, die Christen, das letzte Abendmahl mit Jesus und seinen Jüngern“, so Pfarrvikar Robert während des Gottesdienstes in der katholischen Pfarrkirche. Nach dem Gloria mit Orgel, dem Lied „Preis und Ehre … “ und Läuten der Kirchenglocken verstummen diese bis zur Osternacht. Dem Volksglauben zufolge fliegen die Glocken (und Orgeln) nach Rom, um sich den päpstlichen Segen zu holen und kehren erst zur Auferstehungsfeier in der Osternacht zurück.
Das Evangelium an diesem Gründonnerstag erzählt vom Paschamahl, das Jesus mit seinen Jüngern in Jerusalem feiert. Nach der Fußwaschung bricht er bei diesem Mahl das Brot und segnet es zusammen mit dem Wein. Beim Mahl kündigt Jesu seinen Jüngern an, dass er verraten und sterben wird.
Auch in der Predigt ging Pfarrvikar Robert auf das Triduum ein. Er beschreibt sie als wichtige Tage des christlichen Jahres – das letzte Abendmahl – das Paschamahl bei Jesus und den Jüngern. Das Abendmahl sei eine Überlieferung, die weitergegeben wurde. Der Gründonnerstag soll unseren Blick weiten, dass wir uns auf das konzentrieren können, was dies bedeutet für uns Christen in Verbindung zu Jesus, so der Geistliche weiter. Beeindruckende Stimmen von Kantor Raphael Pillny und Ludwig Reichl, die die Messe umrahmten, unterstützen die Pfarrgemeinde beim Singen. Nach dem Schlussgebet wurden die Hostien in einer Prozession zum Seitenaltar übertragen; der Altar wird als Zeichen der Trauer abgeräumt, er ist leer. Eine Anbetung, gestaltet durch den Pfarrgemeinderat, lud die Gläubigen zum Verweilen ein.
Text und Bilder: Priska Hofmann