5 Tage, 59.244 Schritte, 0 % Langeweile
Wenn Ministranten verreisen, ist alles dabei: Glaube, Gemeinschaft – und jede Menge Erlebnisse.
Los ging’s am 6. April mit einem gemeinsamen Gottesdienst in Mantel. Frisch gesegnet, geschniegelt und hochmotiviert starteten wir Richtung Wien.
Ein erster Stopp im beeindruckenden Stift Melk sorgte direkt für den nötigen „Wow“-Moment – barock, prachtvoll, absolut sehenswert.
Am Abend dann Ankunft im Meininger Hotel Franz: Zimmer beziehen, durchzählen (alle da!) und die wichtigste Frage klären: „Wer schläft wo.“
Beim Abendessen im Café Aera wurde schnell klar:
Diese Woche wird alles – nur nicht langweilig.

Dienstag: Oben heilig, unten spannend
Mit der U-Bahn ging’s durchaus routiniert zum Stephansdom.
Führung, Sakristei, Katakomben – wir haben alles gesehen:
oben beeindruckend, unten… sagen wir mal: nichts für schwache Nerven.
Danach Freizeit – oder anders gesagt: Wien wurde offiziell von uns übernommen und leer geshopped.
Am Abend dann Bowling:
Von perfekten Strikes bis zu spektakulären Fehlwürfen war alles dabei.
Die Stimmung? Durchgehend Volltreffer.

Mittwoch: Kaisermodus & kleine Realitätsprobleme
Hofburg und Sissi-Museum standen auf dem Programm – und plötzlich lag ein Hauch von Kaiserflair in der Luft.
Fazit: Sieht glamourös aus, ist aber ganz schön anstrengend (vor allem die Sissi-Frisur).
Am Naschmarkt wurde intensiv getestet, wie viel man „nur mal probieren“ kann.
Im Museum der Illusionen und bei der Zaubershow war endgültig klar:
Nicht alles ist so, wie es scheint – Spätestens hier stellte sich die Frage: War das gerade ein Trick – oder einfach Müdigkeit?

Donnerstag: Prunk, Schokolade & Pulsbeschleunigung
Schloss Schönbrunn: absolut beeindruckend und mehr als foto-tauglich.
Der Ostermarkt davor: mindestens genauso überzeugend – vor allem kulinarisch.
Im Schokoladenmuseum durften wir selbst kreativ werden.
Die entstandenen Kunstwerke wurden anschließend… fachgerecht vepackt.
Am Abend ging’s in den Prater:
Zwischen „Ganz entspannt“ und „Warum mache ich das?!“ war alles vertreten.
Das Riesenrad sorgte für kurze Verschnaufpausen – der Rest eher für erhöhten Puls. Schnell noch im englischen Reiter gestärkt und wieder zurück ins Hotel.

Freitag: Finale mit Pflichtstopp
Frühstück, Koffer-Tetris – und dann noch der durchaus wichtige Stopp bei McDonald’s.
Gestärkt ging es zurück Richtung Heimat.
Gegen 18 Uhr erreichten wir Mantel:
müde Gesichter, volle Handys, leere Akkus – sowohl technisch als auch menschlich.
Und sonst so?
Nicht nur die Minis hatten eine starke Woche – auch unsere Betreuer und unser geistlicher Begleiter Robert Amandu waren voll dabei.
Wobei bis heute nicht ganz geklärt ist, wer hier eigentlich wen betreut hat.

Endergebnis:
• Unzählige Erinnerungen
• Hunderte Fotos
• 59.244 Schritte
• Dezenter Schlafmangel

Fazit:
Wien war großartig.
Die Gemeinschaft noch besser.
Und Schlaf? Klar überbewertet.
Oder wie man in Wien sagt:
Leiwand war’s – und a bissl verrückt.

Text & Bilder: M. Suttner