„Das Jahr ist erst wenige Stunden alt, keiner weiß, was das neue Jahr alles bringen wird“, so Pfarrvikar Robert Amandu beim Gottesdienst in der katholischen Pfarrkirche am 1. Januar. „Wir beginnen das Jahr im Glauben daran, dass wir uns der Fürsprache der Gottesmutter anvertrauen dürfen. Heute, am Oktavtag von Weihnachten, ist ihr Fest. Sie hat uns den Erlöser geboren, den Sohn Gottes.“ Weiter konnten die Gottesdienstbesucher hören, wie gut es sei, dass unsere Sternsinger in diesem Gottesdienst ausgesendet werden, um Segen zu bringen – für uns, unsere Familien, in unsere Wohnungen und Häuser. „Liebe Sternsinger, ich darf euch herzlich willkommen heißen.“, so der Geistliche. Das Motto sei eine wichtige Botschaft, mit der die Sternsinger unterwegs sind: Schule statt Fabrik – Sternsinger gegen Kinderarbeit. So konnte man im Predigtspiel hören, wie sich Tazim, Nour und ein Sternsinger unterhielten. Die Kinder erzählten von ihrer Arbeit als 6 und 10 jährige in einer Fabrik oder als Snackverkäufer. Schule muss warten. Doch durch die Sternsingeraktion kann ihnen und ihren Eltern geholfen werden, dass die Armut gelindert, verschiedene Projekte gefördert werden und Kinder wieder die Schule besuchen können, in Bangladesch und anderen Ländern der Welt. Auch die Fürbitten, gesprochen von den Sternsingern gingen auf die Thematik ein, dass die Kinder dieser Welt Hoffnung, Schutz und Zukunft finden. Pfarrgemeinderatssprecher Josef Grasser und seine Stellvertreterin Renate Puckschamel erklärten es den Sternsingerkindern und den Anwesenden Gottesdienstbesuchern so: „Es ist soweit. Unsere Sternsinger werden ausgesandt. Es ist gut, dass wir beim Sternsingen besonders auf die Kinder in der Welt schauen. Und es könnte wohl keinen besseren Anlass geben, als die Tage der Weihnachtszeit und die ersten Tage des neuen Jahres. Denn in dieser Zeit steht ein kleines Kind in Armut geboren, im Mittelpunkt. Ein kleines Kind, das die ganze Welt verändert hat.
Nach dem Segen des Weihwassers, Weihrauchs und Kreide/ Aufkleber bedankte sich der Geistliche am Ende des Gottesdienstes bei den 23 Königinnen und Königen für das Dabeisein und beim Sternsingerteam für die Organisation. Erster Bürgermeister Richard Kammerer, der den Festgottesdienst mitfeierte, bedankte sich ebenfalls bei den Kindern mit einer Spende, die für die Verpflegung am 3. Januar verwendet wird, wenn die Heiligen Drei Könige die angemeldeten Gläubigen besuchen, um den Segen zu bringen und „Christus mansionem bendicat“ an die Eingangstüre zu schreiben.
Bilder: Priska Hofmann, Stefan Heindl
Text: Priska Hofmann