Am Palmsonntag wurden von Pfarrer Thomas Kohlhepp die restaurierten Gemälde und die Kreuzwegbilder in der Moritzkirche bei einer feierlichen Kreuzwegandacht gesegnet. Den ersten Anlauf zur Restauration des Kreuzweges und der Gemälde in der St.-Moritz-Kirche startete der Förderverein bereits vor sechs Jahren. Aber erst unter dem jetzigen Pfarrer Thomas Kohlhepp und der katholischen Kirchenverwaltung konnte das Projekt verwirklicht werden. Alle im Gotteshaus befindlichen Gemälde wurden durch die Firma Fromm aus Parsberg einer gründlichen Restauration unterzogen. Die Exponate, die sich größtenteils seit über 200 Jahren an gleicher Stelle befinden, waren durch den Zahn der Zeit unterschiedlich beschädigt und stark verschmutzt. Alle Bilder und Rahmen wurden nun gesäubert, schadhafte Stellen ausgebessert und mit neuem Firnis versehen. Die Arbeiten erstreckten sich von Mitte Oktober 2022 bis Ende März 2023. Im Zuge der Maßnahme konnte auch eine festgestellte Instabilität des Hochaltars behoben werden. Die notwendigen Sanierungsarbeiten, mit denen die Bilder der Nachwelt für die nächsten Jahrzehnte erhalten werden, konnte erst durch die Spendenbereitschaft vieler Gläubiger mit großen und kleinen Spenden erreicht werden. Der Förderverein war deshalb in der Lage 55 Prozent der Kosten zu übernehmen, die nicht von der Diözese gefördert wurden. Weil die Maßnahme, wegen notwendiger Zusatzarbeiten etwas teurer werden dürfte, als zunächst veranschlagt, hofft Vorsitzender Harald Puckschamel weiterhin auf die Großzügigkeit vieler Spenderinnen und Spender. Als kleine Sensation erwies sich die Herkunft des Bildes des Namenspatrons der Kirche. Beim Ausbau aus dem Hochaltar kam ein interessanter Schriftzug zum Vorschein, der normalerweise von unten betrachtet unsichtbar bleibt. Demnach wurde das Gemälde vom Namensvetter „Moritz Freyherr von Junker uf Rupprechtsreuth, ChurPfälzs. Forstmeister von Sulzbach Anno 1760″ gestiftet.